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Der Bau der OCP-Pipeline
 

Vulkanausbruch gefährdet Pipeline

 
Am 06.11.02 brach völlig unerwartet der 3562 m hohe Vulkan Reventador aus.
Die Trasse der neuen OCP-Pipeline führt nur wenige Kilometer südlich am Fuße des aktiven Vulkans vorbei. Hunderte Arbeiter der argentinischen Baufirma Techint mussten evakuiert werden, nachdem herabfallende Gesteins- und Lavabrocken das Baucamp gefährdeten.
Die OCP-Pipeline wurde durch die Eruptionen an mehreren Stellen beschädigt.

Kritiker des OCP-Projektes sehen sich nach den jüngsten Ereignissen bestätigt. Würde die Pipeline in Betrieb durch einen Vulkanausbruch beschädigt werden, hätte dies verheerende Auswirkungen auf das Amazonastiefbecken. Auslaufendes Schweröl würde über das verzweigte Flusssystem weite Teile des Regenwaldgebietes verseuchen.

Insgesamt führt die Trasse an fünf aktiven Vulkanen vorbei.
Schon 1999 brach der Pinchincha aus, den die Pipeline auf ihrem Weg zum Verladehafen bei Esmeraldas an der Pazifikküste passiert. Selbst eine unterirdische Verlegung der Pipeline würde im Falle eines Ausbruchs keinen Schutz bieten, da Eruptionen in den meisten Fällen mit Lava- und Erdbewegungen einhergehen.

In diesen Tagen befinden sich etwa 500 Arbeiter in der Region des Vulkans.
Petroecuador lässt die staatliche SOTE-Pipeline untersuchen, die ebenfalls durch das enge Tal führt. Bauarbeiter versuchen, die Strasse zwischen Quito und Lago Agrio zu reparieren. Und auch die OCP ist mit Ingenieuren vor Ort, um den Bau der Pipeline voran zu treiben.

Ute Koczy von Bündnis 90 / Grünen fordert die WestLB nach den aktuellen Geschehnissen erneut auf, ihr finanzielles Engagement in dem OCP-Projekt zu überdenken.
Nach wie vor behauptet die WestLB, beim Bau der neuen Pipeline die Umweltstandards der Weltbank einzuhalten. Das Gutachten des ehemaligen Weltbankexperten Dr.Robert Goodland deckte jedoch im September diesen Jahres eklatante Verstöße auf, zu denen sich die Bank bis heute nicht geäußert hat.
Auch Organisationen wie Rettet den Regenwald waren eindringlich vor den möglichen ökologischen Konsequenzen der gefährlichen Route.

Währenddessen ereignen sich auch an anderer Stelle der Pipelinetrasse neue Zwischenfälle.
Auf dem Bergkamm Guarumos bei Mindo wurden bei einer Protestaktion drei Personen verhaftet, darunter der Italiener Giuseppe de Marzo von den Grünen. Er wurde des Landes verwiesen und befindet sich mittlerweile wieder in Italien.
Das Grundstück, auf dem protestiert wurde, ist Privatbesitz und wird von Gegnern des Pipelineprojektes treuhänderisch verwaltet. Offentsichtlich handelt es sich bei den Festnahmen um eine illegale Aktion der Behörden.

Wie die Organisation Acción por la Vida in Mindo verzweifelt gegen den Bau der Pipeline kämpft.

Knapp 30 Jahre Erdölförderung haben im ecuadorianischen Amazonastiefbecken toxische Spuren hinterlassen...

zum Bericht "Auf den Spuren der Ölfirmen"
 

 
 
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